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Guinea-Bissau: Höhere Haushaltseinkommen und mehr Unabhängigkeit für Frauen

Multifunktionsplattform Guinée Bissau

Die Landwirtschaft ist die wirtschaftliche Grundlage in Guinea-Bissau, einem der ärmsten und am wenigsten entwickelten Länder der Welt. Seit der Unabhängigkeit 1974 und der Wirtschaftskrise der 1990er Jahre ist das Land geprägt von politischer Instabilität. Guinée-Bissau wurde von der Lebensmittelkrise 2008 hart getroffen und hat sich bis heute nicht davon erholt. Preiszerfall, mangelnde Regenfälle und der Exodus junger Leute in die Städte machen dem Land zu schaffen.

In den Projektregionen Oio und Cacheu bekommen 21% der Kinder und 31% der Erwachsenen nicht einmal eine Mahlzeit täglich! Ziel des Projekts ist es, Armut und Nahrungsmittelunsicherheit zu bekämpfen, indem Zugang zu elektrischer Energie gewährleistet wird.

Dazu werden in sechs Dörfern multifunktionale Plattformen zur Stromversorgung installiert. Austauschbare Module bringen je nach Bedürfnissen unterschiedliche Leistungen wie zum Beispiel Getreide mahlen, Reis schälen, Wasser pumpen, Batterien aufladen oder die Versorgung mit Elektrizität. Dadurch werden die Einkommen gesteigert und den Frauen wird die Arbeit erleichtert, wodurch sie mehr Zeit für ihre Kinder und den Haushalt haben Die Erfahrung aus ähnlichen Projekten zeigt zudem, dass die Frauen durch die Erleichterung der täglichen Arbeit die Möglichkeit haben, sich um eine zusätzliche Einkommensquelle zu kümmern. Beispielsweise entstanden kleine, durch Frauen geführte Nähereien oder Unternehmen zur Gewinnung von Erdnussöl. 

Um eine optimale Nutzung, den Unterhalt und die Reparatur der Maschinen zu gewährleisten, werden zeitgleich mit der Installation Techniker und Mechaniker ausgebildet. 

Projektbeginn: 2011, Projektdauer: bis 2012

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