Samstag, 17. Januar 2026
Heute konnten wir etwas länger schlafen; um 9.00 Uhr begaben wir uns zum Frühstücksbuffet unseres 1-Stern-Hotels „Big Faim“. Der Name wirkt auf uns etwas makaber – in einem Land, in dem nicht alle Menschen ausreichend zu essen haben.
In Thiès stieß Jean Lelong von SOS Sahel zu uns und begleitete uns später auch ins Lehrlingsheim. Rahim erschien wie immer pünktlich; um 16.00 Uhr hatten wir den vereinbarten Termin vor Ort.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte das Lehrlingsheim dank des grossen Einsatzes von Rahim und der von ihm beigezogenen Bauunternehmer erfolgreich fertiggestellt werden. Das Gebäude ist sehr schön geworden und bereits vollständig bezogen. Die Jugendlichen sind sichtbar glücklich und führten uns stolz durch das ganze Haus. Besonders die Mädchen zeigten uns ihre Zimmer – ein großer Unterschied zu den Verhältnissen, in denen sie zuvor lebten.
Es ist erfreulich zu sehen, dass sie sich nun nicht mehr im Freien waschen müssen und in der Regenzeit nicht mehr über offene Plätze zur Toilette gehen müssen. Die neuen Duschen werden allerdings höhere Wasserrechnungen mit sich bringen; ein eigener Brunnen könnte hier langfristig Abhilfe schaffen.
Statt früherer Sechsbettzimmer wohnen nun jeweils zwei bis drei Jugendliche in einem Zimmer. Jede und jeder verfügt über ein eigenes Bett, einen Schrank und eine Steckdose. Auch die separate Unterkunft für die älteren Jugendlichen wurde sehr bewohnerfreundlich renoviert und um zwei neue Dusch- und WC-Anlagen ergänzt.
Es ist schön zu sehen, wie wohl sich die insgesamt 90 Bewohnerinnen und Bewohner fühlen. In einer kurzen Ansprache bedankte sich die Sprecherin der Jugendlichen herzlich für die Unterstützung.
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